MedCanG-Novelle: Was die geplante Cannabis-Gesetzesänderung für dich bedeutet
Die geplante MedCanG-Novelle sorgt für Diskussionen unter Cannabis-Patienten: Für die Erstverordnung von medizinischem Cannabis soll künftig ein persönlicher Arztbesuch verpflichtend werden, eine reine Videosprechstunde reicht dann nicht mehr aus. Auch beim Versand von Cannabisblüten durch Apotheken plant der Gesetzgeber Einschränkungen. Was genau vorgesehen ist und wie weit das Gesetzgebungsverfahren bereits fortgeschritten ist, erfährst du hier.
Persönlicher Arztbesuch statt Video-Rezept
Wie die Bundesregierung berichtet, sieht der Entwurf zur MedCanG-Novelle vor, dass für die Erstverordnung von medizinischem Cannabis ein persönlicher Arztbesuch verpflichtend wird und Apotheken Cannabisblüten nicht mehr regelmäßig per Versand verschicken dürfen, während der Botendienst vor Ort weiterhin erlaubt bleibt (Mitteilung der Bundesregierung).
Hintergrund der geplanten Verschärfung ist der starke Anstieg der Cannabis-Importe: Vom ersten zum zweiten Halbjahr 2024 legten die Einfuhren um 170 Prozent zu, während die über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechneten Verordnungen im selben Zeitraum nur um 9 Prozent stiegen. Für die Bundesregierung ein deutliches Signal, dass vor allem privat zahlende Patienten über Telemedizin-Plattformen für den Boom verantwortlich sind. Final verabschiedet ist die Novelle Stand Juli 2026 noch nicht: Der Entwurf wurde im Dezember 2025 erstmals im Bundestag beraten, im Januar 2026 folgte eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss.
Für dich als Patient bedeutet das konkret: Ein Erstrezept per Video dürfte künftig nicht mehr genügen, du musst einmal persönlich beim Arzt vorstellig werden. Beim Bezug deiner Cannabisblüten wird der bundesweite Versand seltener – stattdessen gewinnt die Apotheke vor Ort wieder an Bedeutung, sei es zur Abholung oder über den lokalen Botendienst.
Einen Überblick über alle Apotheken findest du auf der Seite Apotheken in Berlin.
Zusammenfassung
Die MedCanG-Novelle ist noch nicht beschlossen, die Richtung ist aber klar erkennbar: mehr Kontrolle bei der Erstverordnung, weniger Versand, mehr Präsenz vor Ort. Bis zur endgültigen Entscheidung lohnt sich ein Blick auf verlässliche Ansprechpartner in deiner Nähe – eine Übersicht findest du bei ApoGuru.

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