
Anbauverein finden und Mitglied werden: So läuft es ab
Anbauvereine sind für viele der naheliegende legale Weg zu Cannabis, ohne selbst Pflanzen großzuziehen. Aber wie findest du einen Verein, und was erwartet dich nach der Anmeldung? Hier sind die Antworten, die uns am häufigsten gestellt werden.
Was ist ein Anbauverein überhaupt?
Ein Anbauverein, oft auch Cannabis Social Club genannt, ist ein eingetragener Verein, der gemeinschaftlich Cannabis für seine Mitglieder anbaut. Er braucht eine Erlaubnis der zuständigen Behörde, darf nicht gewinnorientiert arbeiten und gibt Cannabis nur an Mitglieder ab.
Voraussetzungen für die Mitgliedschaft
- Du bist mindestens 18 Jahre alt.
- Du hast deinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland.
- Du bist nur in einem Anbauverein Mitglied.
- Die Satzung des Vereins muss eine Mindestdauer der Mitgliedschaft von drei Monaten vorsehen.
Wie viel bekommt man?
Die Abgabe ist begrenzt: höchstens 25 Gramm pro Tag und 50 Gramm im Monat. Mitglieder unter 21 Jahren erhalten bis zu 30 Gramm im Monat, mit höchstens 10 Prozent THC. Abgegeben wird nur persönlich im Verein, Versand ist verboten. Konsumieren darfst du auf dem Vereinsgelände und in dessen Sichtweite nicht (§ 5 Abs. 2 Nr. 6 KCanG). Details, was du danach besitzen darfst, erklärt der Artikel Wie viel Cannabis darf man besitzen?
So findest du einen Verein in deiner Nähe
Am schnellsten geht es über die Karte mit allen Anbauvereinen. Gib deine Stadt oder Postleitzahl ein, dann siehst du die Vereine in der Umgebung mit Adresse und Kontakt. Viele Städte haben auch eine eigene Seite, zum Beispiel über das Städteverzeichnis.
Fünf Fragen, die du vor dem Beitritt stellen solltest
- Nimmt der Verein aktuell neue Mitglieder auf? Viele haben Wartelisten, weil die Mitgliederzahl gedeckelt ist.
- Was kostet die Mitgliedschaft? Es gibt Aufnahmegebühr, Monatsbeitrag und oft einen Preis pro Gramm. Lass dir alles schriftlich geben.
- Ist die Anbauerlaubnis erteilt? Ein Verein ohne Erlaubnis darf nicht abgeben. Frag nach dem Nachweis.
- Wie läuft die Abgabe? Feste Zeiten, Ausweiskontrolle, Aufklärung zu Konsum und Risiken.
- Wird Mithilfe erwartet? In manchen Vereinen packst du beim Anbau mit an, in anderen nicht.
Was du lieber lässt
Verlass dich nicht auf Versprechen wie „sofort Mitglied und gleich Ware“. Seriöse Vereine prüfen Alter und Wohnsitz und nehmen sich Zeit für ein Gespräch. Mehr zu den rechtlichen Grundlagen findest du bei den gesetzlichen Regelungen. Dieser Text ist eine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Quellen und Stand
- § 16 KCanG: Mitglieder von Anbauvereinigungen
- § 19 KCanG: Weitergabe von Cannabis
- § 20 KCanG: Vermehrungsmaterial (Samen, Stecklinge)
- § 23 KCanG: Jugend- und Gesundheitsschutz, Präventionsbeauftragte
Gesetzestext geprüft am 7. November 2026. Gesetze ändern sich, deshalb prüfen wir diese Seite regelmäßig neu. Nächste Prüfung: Februar 2027.
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