
Indica, Sativa und Hybrid: Was steckt wirklich dahinter?
„Indica für abends, Sativa für tagsüber“ ist die Faustregel, die man in jedem Shop hört. Sie stimmt manchmal, aber längst nicht immer. Hier ist die ehrlichere Version.
Was die Begriffe ursprünglich bedeuten
Indica und Sativa beschreiben zunächst, wie eine Pflanze wächst. Indica-Pflanzen bleiben eher klein und buschig, Sativa-Pflanzen werden hoch und schlank. Hybride sind Kreuzungen aus beiden. Weil heute fast alle Sorten gekreuzt sind, sagt das Etikett allein wenig über die Wirkung.
Die Faustregel und ihre Grenzen
- Indica gilt als eher beruhigend und körperlich.
- Sativa gilt als eher anregend und kopflastig.
- Hybrid liegt dazwischen.
Das ist eine Tendenz, kein Naturgesetz. Zwei Sorten mit demselben Etikett können sehr unterschiedlich wirken.
Was die Wirkung wirklich beeinflusst
- THC- und CBD-Gehalt: Mehr THC wirkt stärker. CBD kann die Wirkung abmildern. Mehr dazu in Cannabinoide: THC, CBD & Co.
- Terpene: Sie prägen Aroma und vermutlich auch das Wirkprofil.
- Dosis und Toleranz: Entscheidend ist, wie viel du nimmst und wie oft.
- Konsumform: Rauchen, Vapen und Edibles wirken unterschiedlich lang, siehe Wie lange wirkt Cannabis?
Bekannte Beispiele
Zu den bekannten Sorten haben wir Porträts: OG Kush, White Widow, Amnesia Haze, Blue Dream und Gelato. Eine Übersicht liefert der Beitrag Cannabissorten im Überblick.
Unser Tipp
Schau auf den Cannabinoid-Gehalt und die Terpene statt nur auf das Etikett, und fang niedrig an. Bei medizinischer Anwendung entscheidet die Ärztin oder der Arzt, siehe Cannabis auf Rezept. Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.
Andere haben auch gelesen