
Cannabis und Job: Was gilt am Arbeitsplatz?
Kurz gesagt: Dass Cannabis für Erwachsene erlaubt ist, heißt nicht, dass du es im Job konsumieren darfst. Dein Arbeitgeber darf Konsum im Betrieb verbieten, und wer berauscht arbeitet, riskiert Abmahnung oder Kündigung.
Viele fragen sich: Wenn es legal ist, kann mir keiner was? So einfach ist es leider nicht. Hier ist der Überblick, ohne Panik.
Im Betrieb: Der Arbeitgeber darf Regeln setzen
Der Arbeitgeber kann Konsum während der Arbeitszeit und auf dem Betriebsgelände verbieten, wie bei Alkohol. Das steht oft im Arbeitsvertrag, in der Betriebsvereinbarung oder in Hausregeln. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Abmahnung rechnen, im Wiederholungsfall auch mit mehr.
Berauscht zur Arbeit kommen
Wer nicht fit für die Arbeit ist, gefährdet sich und andere. Das gilt besonders bei sicherheitsrelevanten Jobs, etwa beim Fahren, an Maschinen oder in der Pflege. Auch nach dem Feierabend-Konsum kann der Körper am nächsten Morgen noch beeinträchtigt sein, siehe Wie lange wirkt Cannabis?
Fahrer und Berufskraftfahrer
Wer beruflich fährt, muss besonders aufpassen. Für den Straßenverkehr gilt ein THC-Grenzwert, mehr dazu in Cannabis und Autofahren. Im Dienstwagen oder Lkw ist die Gefahr, den Job zu verlieren, größer als im Büro.
Muss ich meinem Arbeitgeber etwas sagen?
Dein Privatleben geht den Arbeitgeber grundsätzlich nichts an. Sagen musst du nichts, solange du am Arbeitsplatz nüchtern und leistungsfähig bist. Anders kann es bei Medikamenten sein, die deine Arbeitsfähigkeit betreffen.
Medizinisches Cannabis und Job
Wer Cannabis auf Rezept nimmt, wird anders behandelt, solange die Einnahme ärztlich verordnet ist und du arbeitsfähig bleibst. Sprich es mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab, siehe Cannabis auf Rezept.
So sicherst du dich ab
- Lies deinen Arbeitsvertrag und die Hausregeln.
- Konsumiere nie vor oder während der Arbeit.
- Gib dir genug Zeit zwischen Konsum und Schichtbeginn.
- Bei Unsicherheit frag den Betriebsrat oder eine Arbeitsrechtsberatung.
Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.
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