
Wenn der Konsum zum Problem wird: Anzeichen und Hilfe
Kurz gesagt: Wenn du mehr konsumierst als du willst, es dir den Alltag erschwert oder du ohne nicht mehr kannst, ist es Zeit für ein Gespräch. Beratung gibt es kostenlos und anonym. Du musst es nicht allein schaffen.
Die meisten, die Cannabis konsumieren, haben kein Problem damit. Aber manche merken irgendwann, dass es ihnen entgleitet. Das ist kein Versagen, und es gibt Hilfe.
Woran du erkennst, dass es kippt
- Du konsumierst öfter oder mehr, als du dir vorgenommen hast.
- Du brauchst immer mehr für dieselbe Wirkung.
- Schule, Arbeit oder Freunde kommen zu kurz.
- Ohne Cannabis bist du gereizt, schläfst schlecht oder bist unruhig.
- Du kiffst, um Stress oder schlechte Gefühle auszublenden.
- Du hast schon versucht aufzuhören und es nicht geschafft.
Treffen mehrere Punkte zu, nimm das ernst. Ein erster Schritt kann eine Pause sein, wie in Toleranzpause beschrieben.
Was dir helfen kann
- Mit jemandem reden: Freunde, Familie oder Hausarztpraxis.
- Anonyme Beratung: Suchtberatungsstellen beraten kostenlos und ohne Vorwürfe. Du findest sie über das Suchtportal deiner Stadt oder deines Bundeslandes.
- Telefonische Hilfe: Die Sucht & Drogen Hotline erreichst du kostenlos unter 01806 313031 (Festnetzpreis 0,20 Euro pro Anruf, Mobilfunk höchstens 0,60 Euro). Die Rufnummer des Angebots der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kannst du vorher noch einmal im Netz prüfen.
- Ärztliche Hilfe: Bei starken Entzugsbeschwerden oder psychischen Problemen.
Für Angehörige
Wenn du dir Sorgen um jemanden machst: Sprich ruhig und ohne Vorwürfe, höre zu und biete Hilfe an. Auch Angehörige können sich beraten lassen.
Gut zu wissen
Mehr zu den Risiken findest du in Risiken und Nebenwirkungen. Den Überblick über alles andere gibt dir der Einsteiger-Guide.
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung. In einer Notlage wähle 112.
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